Infoflyer zu Xavier Naidoo

Als Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ setzen wir weiter auf Aufklärung. Seit Kurzem gibt es deshalb auch einen Infoflyer mit einigen der Kritikpunkte an Naidoo:

Der Flyer ist auch in gedruckter Form erhältlich und kann gerne weiter verteilt werden (Abzuholen im Z – linkes Zentrum, Innstr. 45A – oder mail an kharb@riseup.net)

Kriminalitätsstatistik ernst nehmen – Naidoo Auftritt absagen – Informationsveranstaltungen zum Thema

Pressemitteilung vom 15.03.17:

Kriminalitätsstatistik ernst nehmen – Naidoo Auftritt absagen

Informationsveranstaltungen zum Thema Reichsbürger angekündigt

Das Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ fordert nach der Präsentation der polizeilichen Kriminalstatistik erneut die Ausladung Naidoos. Einem Reichsbürger-Sympathisanten dürfe, so die Meinung des Bündnisses, keine Bühne geboten werden. Stattdessen fordert das Bündnis Informationen zur rechten Reichsbürgerbewegung und kündigt Veranstaltungen an. Kriminalitätsstatistik ernst nehmen – Naidoo Auftritt absagen – Informationsveranstaltungen zum Thema weiterlesen

Do, 13.04.: Reichsbürger: Aggressive Verschwörungsideolog_innen im Kampf gegen Staat und Gesellschaft

Reichsbürger: Aggressive Verschwörungsideolog_innen im Kampf gegen Staat und Gesellschaft

Vortrag am Do 13.04. im Mailkeller

Am Donnerstag den 13. April findet im Wintergarten des Mailkeller Rosenheim (Schmettererstraße 20) ein Vortrag zum Thema Reichsbürger statt. Ein Referent der Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (firm) gibt Einblick in die Reichsbürgerszene. Beleuchtet werden ihre Narrative und Agitationsmethoden. Dabei wird vor allem ihre Anschlussfähigkeit und wachsende Popularität im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Do, 13.04.: Reichsbürger: Aggressive Verschwörungsideolog_innen im Kampf gegen Staat und Gesellschaft weiterlesen

So, 02.04.: Xavier Naidoo und die Reichsbürger – Filme im Z

Am Sonntag, den 02.04. (19:00 Uhr) zeigt das Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ im Rosenheimer „Z – linkes Zentrum“ (Innstr 45a) zwei Dokumentationen, die sich mit dem Thema Reichsbürger auseinandersetzen. Neben dem bereits 2014 zum ersten Mal ausgestrahlten BR puls Beitrag „Xavier Naidoo und die Reichsbürger – Unterwegs mit dem Reichskanzler“ wird die aktuelle ARD Reportage „‚Reichsbürger‘ gegen den Staat – Eine Parallelwelt mitten in Deutschland“ vorgeführt.

Das Bündnis, welches sich kritisch mit dem geplanten Auftritt des Hassmusikers und Reichsbürgersympathisanten Xavier Naidoo auf dem Rosenheimer Sommerfestival auseinandersetzt, will mit der Filmveranstaltung über die Gefahr der ultra-rechten „Reichsbürger“-Bewegung informieren.

Der erste Film des Abends ist eine 13-minütige Reportage des BR Jugendsenders „puls“. Der Auftritt Xavier Naidoos bei den Reichsbürgern war 2014 Anlass für den bayerischen Rundfunk, sich nicht nur mit Naidoo und seinen Verschwörungstheorien, sondern auch mit dem Thema Reichsbürger auseinander zu setzen.

Anschließend wird die aktuelle, 43-minütige ARD Reportage „‚Reichsbürger‘ gegen den Staat – Eine Parallelwelt mitten in Deutschland“ gezeigt. Die Reichsbürger haben der Bundesrepublik den Kampf angesagt und behaupten, der Staat sei eigentlich eine GmbH und das Deutsche Reich existiere weiter. Das Konstrukt erscheint so krude, dass diese Gegner der bundesdeutschen Demokratie lange Zeit nicht wirklich ernst genommen wurden. Und das obwohl Gerichtsvollzieher, Finanzbeamte und Ordnungshüter seit Jahren auf „Reichsbürger“ treffen. Diese weigern sich, Anordnungen zu befolgen, Steuern zu zahlen und stellen sich eigene Pässe und Urkunden aus. Sie gründen eigene Fürstentümer und Königreiche, stellen Grenzschilder und auch ein eigenes „Polizeihilfswerk“ auf. Die Dokumentation geht von aktuellen Fällen aus, zeigt wie Behörden schikaniert und Beamte persönlich bedroht werden und analysiert Hintergrund und Gründe für das Entstehen der „Reichsbürger“-Szene. Wer sind die „Reichsbürger“ und wie gefährlich sind sie für die Mehrheitsgesellschaft?

Mit dem Filmabend will das Bündnis die Debatte um den Naidoo-Auftritt mit weiteren Gegenargumenten untermauern. Die Kritiker*innen des Auftritts sehen Naidoo, der auch zahlreiche Fans in der Reichsürger-Szene hat, aufgrund seiner Interviewaussagen und seines Auftritts auf einer Kundgebung der Reichsbürger als ein Aushängeschild der Reichsbürger-Bewegung.Mit den Worten „ein Festhalten am Auftritt von Naidoo ist für das Bündnis eine unverantwortliche politische Botschaft, welche die Ansichten von Reichsbürgern nicht nur verharmlost sondern auch legitimiert. Gerade öffentliche Einrichtungen und Institutionen müssen sich dessen bewusst sein und daran messen lassen“ wiederholt Alexandra Fuchs, eine Sprecherin des Bündnisses, die Forderung nach einer Ausladung Naidoos.

Die Filmvorführung beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Bereits ab 18:30 Uhr gibt es in der vom Bündnis organisierten „KüfA“ (Küche für Alle) veganes Essen gegen Spende.

„Ein Festhalten am Naidoo-Auftritt verharmlost die Gefahr, die von der Reichsbürgerbewegung ausgeht“

Medienberichten zufolge durchsuchten heute rund 250 Polizisten bundesweit 15 Adressen von sogenannten Reichsbürgern. Der Schwerpunkt der Razzia lag dabei in Oberbayern. Dazu erklärt Johannes Müller ein Sprecher des Bündnisses „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“:

„Spätestens seit dem tödlichen Angriff auf einen Polizisten in Georgensgmünd durch einen sogenannten ‚Reichsbürger‘, ist die Bedrohung, welche von dieser ultra-rechten Vereinigung ausgeht bekannt. Die heutige Razzia unterstreicht noch einmal die antidemokratische Ideologie dieser Bewegung. Deswegen fordern wir hiermit erneut die Ausladung Naidoos vom Rosenheimer Sommerfestival. Naidoo ist durch seine Interviewaussagen und seinem Auftritt auf einer Kundgebung der Reichsbürger zu einem Aushängeschild der Reichsbürger-Bewegung geworden. Ein Festhalten am Auftritt von Naidoo ist unserer Meinung nach eine unverantwortliche politische Botschaft, welche die Ansichten von Reichsbürgern nicht nur verharmlost sondern auch legitimiert. Gerade öffentliche Einrichtungen und Institutionen müssen sich dessen bewusst sein und daran messen lassen. Dies betrifft auch die Stadt Rosenheim und Teile des Rosenheimer Stadtrats.“

 

 

Bündnis fordert Absage von Naidoo Auftritt

Über zwanzig Organisationen und Einzelpersonen haben heute (30.01.17) in einem offenen Brief des Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ an den Rosenheimer Stadtrat die Absage des Naidoo Auftrittes auf den Rosenheimer Sommerfestival gefordert. Der Brief belegt mit zahlreichen Zitaten und Belegen sowohl die Nähe von Naidoo zu der Reichsbürger Bewegung als auch seine antisemitischen und homophoben Tendenzen.

–> Der offene Brief als pdf

Absage von Naidoo Auftritt in Rosenheim gefordert

Nach Anschlagsplänen von Reichsbürger:

Absage von Naidoo Auftritt in Rosenheim gefordert.

Offener Brief für Montag geplant.

Rosenheim. Das kürzlich gegründete Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ fordert den Auftritt von Xavier Naidoo, einem Sympathisanten der Reichsbürger*innen Bewegung, auf dem Rosenheimer Sommerfestival abzusagen. Durch die gestern bekannt gewordenen Anschlagspläne eines Reichsbürgers sei das Thema noch brisanter und eine Absage dringend erforderlich.

Gestern (Mittwoch, 24. Januar) durchsuchte die Polizei in mehreren Bundesländern zwölf Wohnungen und andere Objekte von Neonazis. Im Zentrum der Ermittlungen steht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein sogenannter Reichsbürger, welcher Anschläge auf Jüd*innen, Asylbewerber*innen und Polizist*innen in Deutschland geplant habe. Für das Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ zeigen die Anschlagspläne erneut, welche Gefahren von den sogenannten Reichsbürger*innen ausgehen. Es sei unverantwortlich, wenn die Stadt Rosenheim und die Landesgartenschau GmbH weiterhin den Reichsbürger-Sympathisanten Naidoo hofiert und dem Hasssänger eine Bühne bietet.

Neben musikalisch verbreiteten Hassbotschaften fällt Naidoo spätestens seit 2014 dadurch auf, dass er Inhalte der Reichsbürger*innen-Bewegung teilt und öffentlich die Meinung vertritt, die BRD sei „kein richtiges Land“, habe keine Verfassung (Naidoo akzeptiert den 2 + 4-Vertrag nicht als Friedensvertrag) und sei nach wie vor besetzt. Diese Nähe zu den Reichsbürger*innen zeigte er unter anderem mit der Teilnahme an einer öffentlichen Kundgebung dieser reaktionären Bewegung am 3. Oktober 2014 vor dem Bundestag, an der auch Personen wie der Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke teilnahmen. Am selben Tag noch hielt Naidoo eine Rede bei einer rechten Mahnwache, bei der auch der Herausgeber eines rechten Querfrontmagazins, Jürgen Elsässer zugegen war.

Das Bündnis „Kein Hass auf Rosenheims Bühnen“ plant derzeit einen offenen Brief in dem es mit einer Vielzahl an Fakten den Stadtrat auffordern wird Naidoo auszuladen. Der Brief soll am Montag veröffentlicht werden. Organisationen, welche den offenen Brief unterstützen möchten, können sich bis Sonntagmittag per Email (kharb@riseup.net) bei dem Bündnis melden.